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Arbeitsgemeinschaft Lochungen e.V. im BDPh

1961         >          40 Jahre        <          2001

Warum Lochungen

Warum überhaupt Lochungen

Lochungen dienten der Entwertung, der Umwandlung (z. B. Dienstmarken) und im wesentlichen der Eigentumskennzeichnung von Postwertzeichen. Während die ersten beiden Gruppen meist rein amtlichen Charakter haben, sind die Lochungen der dritten Art meist privaten Ursprungs.

In der Anfangszeit war die Briefmarke auch ein Zahlungsmittel und wurde sogar von der Post zurückgenommen. Deshalb bestand eine Verlockung zur unbefugten Entnahme aus der Portokasse. Die Lochung war im gewissen Sinne eine Vorausentwertung der Marke, die danach nur noch Frankaturwert hatte. Zur Eigentumskennzeichnung wurden Briefmarken seit 1868 in England, später auch in fast allen Ländern der Erde gelocht.

Im Bereich der Deutschen Reichspost waren Durchlochungen seit dem 2. Juni 1876 erlaubt. Zum 1.1.1966 hat die deutsche Bundespost diese Genehmigung zurückgezogen. In den USA, Großbritannien und Dänemark wird auch heute noch gelocht.

Die Arge Lochungen hat sich die Aufgabe gestellt, dieses vernachlässigte Gebiet der Philatelie zu erforschen. Dafür benötigen wir alle erfassbaren Marken mit Lochung und ebenso alle erreichbaren Belege, auf denen sich Marken mit Lochung befinden. Erst aus den Belegen können wir den Verwender erfahren. Aus den bisherigen Erkenntnissen wurde ein Katalog erstellt, der etwa 14.000 verschiedene deutsche Lochungen aufzeigt. Von diesen Lochungen fehlt uns noch ein großer Teil der Verwender, und wir brauchen dafür die Mithilfe aller Philatelisten.