Warum Lochungen ?

Lochungen dienten der Entwertung, der Umwandlung ( z.B. Dienstmarken ) und im wesentlichender Eigentumskennzeichnung von Postwertzeichen. Während die ersten beiden Gruppen meist rein amtlichen Charakter haben, sind Lochungen der dritten Art meist privaten Ursprungs.


                                                   


In der Anfangszeit war die Briefmarke auch Zahlungsmittel und wurde sogar von der Post zurückgenommen. Deshalb bestand eine Verlockung zur unbefugten Entnahme aus der Portokasse. Die Lochung war im gewissen Sinne eine Vorausentwertung der Marke, die danach nur noch Frankaturwert hatte. Zur Eigentumskennzeichnung wurden Briefmarken seit 1868 in England, später auch in fast allen Ländern  der Erde gelocht.
 


                                                                                 
Auch bei uns in Deutschland waren Briefmarken ein gebräuchliches Zahlungsmittel und liefen Gefahr, entwendet zu werden. So wurde das Durchlochen von Postwertzeichen auch hier notwendig und

     ab dem 2.Juni 1876 mit der abgebildeten Generalanweisung GA E 10805 erlaubt.
                                                                              
                

 
Die ArGe Lochungen hat sich die die Aufgabe gestellt, dieses vernachlässigte Gebiet der Philatelie zu erforschen. Dafür benötigen wir alle erfassbaren Marken mit Lochungen und ebenso alle erreichbaren Belege, auf  denen sich Marken mit Lochungen befinden. Erst aus den Belegen können wir den Verwender erfahren. Aus den bisherigen Erkenntnissen wurde ein Katalog erstellt, der etwa 14 000 verschiedene deutsche Lochungen aufzeigt. Von diesen Lochungen fehlt uns noch ein großer Teil der Verwender und wir brauchen dafür die Mithilfe aller Philatelisten.